Wintereinlagerung von Drachenbooten

10 Regeln, die Beachtung finden sollten.

  1. Boot gründlich von Aussen und Innen säubern. (Nicht wachsen!
      Das wird im Frühjahr vor dem 1. Einsatz gemacht.)

  2. Öffnen aller Inspektionsöffnungen und Entwässerungsschrauben in
      den Tanks. Durch Kippen des Bootes, erst quer dann längs zur
      Bootsachse, evt. Wasseransammlungen über die Öffnungen
      ablaufen lasssen. 

 Ab Modell 2009 auch die beiden Ablassschrauben unter der mittleren    Sitzbank   öffnen und die Drenagekanäle entwässern. Alle Öffnungen bleiben über die Wintermonate offen. Siehe Artikel "Entwässerung der Schalen"

      Das schadet auch im Sommerlager nicht. Es darf nur nicht
      vor dem Einsatz des Bootes vergessen werden diese Öffnungen
      wieder zu verschließen! (Gefahr des Sinkens bei Kenterungen)

  3. Erstellen eines Arbeitsprotokolls. Was muss repariert werden?
     Was kann man selber? Wo benötige ich fachliche Unterstützung?

  4. Alle Holzteile wenigstens 1 x jährlich mit Dickschichtlasur von
      Brillux nachbehandeln. In der Regel reicht ein Auftrag der Lasur mit 
      einem weichen Lappen. Das kann auch mal zwischendurch 
      geschehen. Es ist kein Aufwand und über die Woche bis zum
      nächsten Einsatz ist die Lasur wieder trocken. Sollten die
      Beschädigungen größer sein, einmal leicht überschleifen und etwas
      satter mit Pinsel das Material auftragen. WICHTIG: Auf keinen Fall
      andere Lasuren oder gar Lacke verwenden!

  5. kleine GFK- Schadstellen mit Polyesterspachtel ausbessern.

  6. Trommelfelle mit Lederfett behandeln

  7. Die Lagerung des Bootes im Winterlager erfolgt über Kopf.
      Zwei Auflagerflächen ( Kanthölzer 100x 100 mm) im Bereich der 
      Sitzbänke, Abstand 4 m, genügen. Zwischen Kanthölzer und Deck
      keine Materialien legen, die Feuchtigkeit binden!

  8. Nicht mit Planen oder Folien abdecken ohne für ausreichende
      Belüftung zu sorgen! Auf keinen Fall dürfen die Boote in Folie 
      eingewickelt werden. Die zwischen Folie und Gelcoat ( äußere
      Beschichtung) entstehende Feuchtigkeit kann nicht verdunsten und
      wirkt über Wochen in einem ungesunden Mikroklima auf die
      Gelcoat ein. Bei farbigen Booten kann das zu Verfärbungen der
      Obefläche führen. Abhilfe schafft hier ein Heißluftgerät ( Fön) mit
      dem man die betreffenden Flächen vorsichtig mit warmer Luft
      trocknet. Im schlimmsten Fall entstehen viele kleine Bläschen.
      Das ist dann ein Problem, das mit eigenen Bordmitteln nicht mehr
      zu beheben ist.

  9. Nach der Winterpause das Boot, hauptsächlich von Aussen, mit
      einem Bootswachs einwachsen. Es ist von Vorteil diesen
      Arbeitsgang im laufenden Jahr einmal zu wiederholen.
      Drachenboote haben keinen Unterwasseranstrich und dürfen daher
      nicht ständig im Wasser gelagert werden. Das Wachs bildet einen
      Schutzfilm, hält Feuchtigkeit ab und das Boot läßt sich leichter
      reinigen. Nebenbei sieht ein blankes Boot besser aus....

10. Dies ist der wichtigste Punkt vor dem Anpaddeln....... 
     Die Inspektionsdeckel und Entwässerungsschrauben 
     wieder ordnungsgemäß montieren. Darauf achten, dass die 
     Dichtungsgummis intakt und vorhanden sind.

     Dann das Boot vorsichtig zu Wasser lassen und einfach mit einer
     ausgeruhten Crew losfahren. Denn dafür sind ja Drachenboote da.

 

 

                                                              

BuK Boots- und Kunststoffbau GmbH | Werkstr. 6a | 19077 Lübesse | Fax: +49 3868 3001 26 | Telefon: +49 3868 3001 25 | E-Mail: info@dragon.de